Wie es dazu kam, dass ich mich bei FoodTracks als Data Science Praktikant beworben habe? Auf diese Frage gibt es wohl so einige Antworten. Aber abgesehen davon, dass mich ursprünglich ein Freund auf das Start-up in Münster aufmerksam gemacht hatte, war es sicherlich die Vision und Motivation der beiden Gründer Eyüp Aramaz und Tobias Pfaff, die einen auf deren Website mitreißt und vor allem ziemlich neugierig macht. Mit Data Science Methoden Jagd auf Lebensmittelabfälle zu machen – das klingt schon fast nach einem neuzeitlichen Heldenepos. Davon beflügelt tippte ich meinen Bewerbungstext, angetrieben von dem Gedanken meine Erfahrungen in der Datenanalyse als Kernphysiker hoffentlich schon bald auch einmal in einem alltagsrelevanten Gebiet voll entfalten zu können. Und damit konnte es dann Ende März für 3 Monate auch schon losgehen.

Onboarding

Das Münsteraner FoodTracks Büro beherbergte zu Beginn meines Praktikums mit mir 4 Leute. Die herzliche Arbeitsatmosphäre nahm mir jede Anspannung, die ich bezüglich meiner ersten Tage hatte und da meine Aufgaben zur Einarbeitung klar definiert waren und ich jederzeit Hilfe bei meinen Mitarbeitern anfordern konnte, fühlte ich mich sehr schnell als fester und wichtiger Bestandteil des Teams. Ich habe also direkt loslegen können und bin zunächst mit Python’s Pandas auf die Suche nach Datenfehlern zwischen Croissants und Mehrkornbrötchen gegangen. Ich war sofort Teil der FoodTracks Mission geworden.

Aufgaben

Inhaltlich war das FoodTracks Praktikum für mich ein kompletter Erfolg. In nur 3 Monaten hatte ich tatsächlich die Möglichkeit ein wirklich breites Aufgabenspektrum abzuarbeiten. Angefangen (und eigentlich immer nebenbei) habe ich mit dem für Data Science charakteristischen Data Engineering, also der Exploration von Daten, Aufarbeitung und Vorbereitung für Prognosen und Visualisierung. Dazu kamen kleinere Aufgaben in der Software Entwicklung wie die Verbesserung bestimmter Algorithmen und konkrete Untersuchungen der Prognosequalität zum Beispiel anhand von Wetterdaten der letzten Jahre (wirklich aufregend!). Außerdem haben wir gemeinsam neue Kunden in unsere Software integriert und ich hatte zusätzlich die Möglichkeit einige von Ihnen auch mal vor Ort in der jeweiligen Zentrale zu besuchen, um so richtigen Bäckerflair zu erleben. Die Aufgabenflut ist groß, vielfältig und ausgesprochen interessant und ich hätte mir wirklich sehr gut vorstellen können, noch einige weitere Monate davon zu zehren.

Nach dem Workshop am Hauptsitz der Bäckerei Döbbe in Mülheim Auf dem Foto: Eyüp, Kemal, Marius und Tobias – von links nach rechts.

Team

Das wichtigste kommt bekanntlich immer zum Schluß! Und das sind auf jeden Fall die Menschen, mit denen man seinen Arbeitstag teilen darf. Die Arbeit mit Tobias Pfaff, Eyüp Aramaz und allen anderen Data Scientists und Entwicklern (aus Münster vor allem Kemal Tekce, Jakob de Mayer und Gerald Pape) war von einer perfekten Symbiose aus sehr lustigen Momenten, geselligem Beisammensein und konzentriertem Arbeiten geprägt. Einmal im Monat findet ein freundschaftliches und intensives Gespräch statt, wodurch man seine etwaigen Anliegen perfekt vermitteln kann – und ab und zu bleibt nach der Arbeit noch Zeit für das ein oder andere Feierabendbierchen. Ich werde dieses Team auf jeden Fall sehr vermissen!

Marius mit Kemal und Eyüp bei der Business Contacts – Karrieremesse an der Universität Münster, um motivierte Studenten von FoodTracks zu begeistern.